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   Alle Angaben ohne Gewähr. Helenesee | Kloster Chorin | Kloster Neuzelle | Lossower Burgwall | Schiffshebewerk Niederfinow

Freizeit- und Campingpark Helenesee
Ein Braunkohletagebau - Restloch - See von 250 ha mit einer Tiefe von ca. 64 m und einem daraus folgend unglaublich sauberen Wasser. Mit Nacktbadestrand und dem größten Campingplatz Deutschlands. Ich bin gefragt worden, ob Frankfurt (Oder) die Stadt beim Helenesee sei.
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Kloster Chorin
1273 wurde die Zisterzienserabtei, vom Mutterhaus in Lehnin reich ausgestattet, besonders vom letzten askanischen Markgrafen Waldemar gefördert, hierher verlegt. Das Kloster ist einer der Schöpfungsbauten der märkischen Backsteingotik. Zu besichtigen sind die Teilruine der Klosterkirche, eine dreischiffige Pfeilerbasilika in Nachfolge der spätromanischen Kirche des Mutterklosters Lehnin mit hoher prachtvoller Westfassade. Weiterhin Klausur, Sakristei, Konventsrefektorium, Fürstensaal mit Resten gotischer Malereien und das Brauhaus, eines der ältesten Wirtschaftsgebäude der Region. Der Nettelgraben vom Parsteiner See über 5 km bis Chorin ist einer der frühesten Kunstgräben, von Zisterziensern zur Meloriation und Wasserversorgung sowie zum Mühlenantrieb für ihre Klosterwirtschaft im 13. Jhd. geschaffen.
Heute ist das Kloster weithin bekannt für die Konzerte des Choriner Musiksommers, der seit 1964 Tradition hat.
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Kloster Neuzelle
1268 stiftete Markgraf Heinrich der Erlauchte ein Zisterzienserkloster unweit seines späteren Standortes. 1280/81 stellte das namensgebende Kloster Alt-Zelle bei Nossen der hiesigen Filia ein Konvent. Die Gründungsausstattung aus mehreren Dörfern wurde nach und nach erweitert, 1750 umfaßte das bis an die Schlaube reichende geschlossene Stiftsgebiet Fürstenberg und 34 Dörfer. Der Konservatismus seiner Äbte führte 1429 zur Zerstörung durch die Hussiten. Erst 1817 wurde Neuzelle als letztes Kloster in Preußem säkularisiert. Zu besichtigen sind die ehemalige Klosterkirche (katholische Kirche) eine gotische Backstein-Hallenkirche, erbaut um 1280 bis 1330, 1654/58 spätmanieristisch überformt mit reicher Stuckdekoration und Ausmalung, in der 1. Hälfte des 18. Jhd. durch böhmische und Wessobrunner Meister barock erweitert (Chor mit Hochaltar, St. Josephskapelle) mit ungewöhnlich reicher Austattung (liturgisches Gerät, Paramente-, Gemälde und Szeneprospektsammlungen, Stiftsbibliothek). Seit 1589 besteht die Klosterbrauerei, der älteste erhaltene Betrieb der Region. Ehemalige Stiftsgebäude: Altangebäude 1727, Sommerabtei (Pfarramt) 1730/40, Fürstenflügel Ende 18. Jhd., Parkpforte 3. Viertel 18. Jhd., Christussäule und Dreifaltigkeitskapelle 1. Hälfte 18. Jhd.
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Lossower Burgwall
Eine Stelle oberhalb der "Steilen Wand", die nach Süden und Osten Schutz bot, wurde um 1.000 v.u.Z. besiedelt. Es entstand ein Burgwall, dessen West- und Nordseite durch einen heute noch vorhandenen, bis zu sechs Meter hohen Abschnittsswall geschützt war und bis zu 1.800 Menschen beherbergte. Bei Gleisbauarbeiten 1919 wurden hier tiefe Gruben entdeckt. Am 15. September 1927 erschien in der Berliner Morgenpost ein Interview von Egon Erwin Kisch mit dem Grabungsleiter Dr. Unverzagt mit dem Titel: "3000 jährige Funde in der Mark. Auf den Spuren eines vorslawischen Volkes. - Reste von Menschenopfern. - Ein Erzeugnis uralter Festungskunst. Wer waren die Bewohner?" Nachfolgend entstand ein gewaltiges Interesse, so daß vierzehntägig Sonderzüge von Berlin nach Lossow fuhren. Die Ergebnisse der bis heute andauernden Untersuchungen besagen, daß der Burgwall in der Entstehungszeit besiedelt war und hier sogar Bronze verarbeitet wurde. In den damals entdeckten Gruben mit einem Durchmesser von 1 bis 2 Metern fanden sich Tier- und Menschenknochen mit den Spuren gewaltsamer Tötung. Sie werden als Opferschächte erklärt. Die große Zahl von über 60 Schächten läßt vermuten, daß der Lossower Burgwall für die mit Menschenpopfern verbundenen Kulthandlungen eines größeren Gebietes von Bedeutung war. Von 600 v.u.Z. bis 6. Jhd.u.Z. finden sich keine Siedlungsspuren, bis in der sogenannten älterslawischen Zeit slawische Stämme von Osten her vordrangen.
Heute ist dieses Gebiet durch die Eisenbahn wesentlich verändert, und die Stelle ist nicht ausgebaut oder speziell beschildert. Man kann aber die Festungsanlage erahnen und hat aber einen schönen Blick von der "Steilen Wand" über das Odertal.

Literatur: Kusch, 1976 Targiel, 1994 Voß, 1987
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Schiffshebewerk Niederfinow
Im Zuge des Oder-Havel-Kanalbaues 1906/14 wurde nördlich von Niederfinow eine Schleusentreppe von vier Doppelkammerschleusen angelegt und so ein Höhenunterschied von 36 m überwunden. Da auch diese Lösung noch die größe der Schiffe auf 63 m Länge und etwa 600 t beschränkte, entstand 1927/34 das Schiffshebewerk Niederfinow, eines der hervorragendsten technischen denkmale und die größte hydrotechnische Anlage Ostdeutschlands. Mittels Elektromotoren und an Stahlseilen hängender Gegengewichte wird ein 85 m langer Trog mit einer Tragfähigkeit für Schiffe bis zu 1.000 t vertikal bewegt.

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