| 1508 | am 24. April wird Georg als Sohn des angesehenen Bürgers Balthasar Schüler in Brandenburg geboren |
| ... | Studium der Rechtswissenschaft und klassischen Literatur an der Universität Wittenberg; wohnt bei Melanchthon; legt sich den Namen Sabinus zu (sein großes Vorbild Ovid war der Herkunft nach Sabiner, außerdem hieß einer dessen besten Freunde Sabinus) |
| 1529 | mit Melanchthon Besuch des Reichstages in Speier |
| 1530 | mit Melanchthon Besuch des Reichstages in Augsburg; Sabinius ist beeindruckt durch den pompösen Einzug Kaiser Karl V., hört den brandenburgischen Kurfürsten Joachim I. bei einer öffentlichen Versammlung reden und tritt in nähere Beziehungen zu dessen Bruder, Erzbischof Albrecht von Mainz; Sabinus poetische Arbeiten finden allgemeine Anerkennung |
| ... | zehnmonatige Studienreise nach Italien; Sabinus' Dichtkünste finden hohe Anerkennung; Kardinal Hieronymus Alexander ehrt ihn mit Lorbeer, Ritterwürde und dem Titel eines Pfalzgrafen; der päpstliche Geheimschreiber Bembo händigt ihm im Padua Empfehlungsschreiben für die Kurfürsten Albrecht von Mainz und Joachim von Brandenburg aus |
| 1534 | Verlobung mit Melanchthons zwölfjähriger Tochter Anna; Erasmus von Rotterdam schreibt an Luther, dass Sabinus wohl einst eine "Zierde Deutschlands" werden wird |
| 1535 | Sabinus begleitet den Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg zu dessen Vermählung mit Hedwig, Tochter des König Sigismund I. nach Polen |
| 1536 | am 6. November Hochzeit mit Melanchthons Tochter Anna |
| 1537 | Sabinus begibt sich mit seiner Frau an den Hof des Erzbischofs Albrecht von Mainz, sehr zum Ärger von Melanchthon und Luther, hatte doch Albrecht den Ablasshandel in besonders unverantwortlicher Weise betrieben |
| 1538 | Rückkehr von Mainz nach Wittenberg; wegen Sabinus kommt es fast zum Bruch zwischen Melanchthon und Luther; Joachim II., Kurfürst von Brandenburg beruft Sabinus als Professor der Beredsamkeit an die Frankfurter Universität Viadrina, im April wird er in die Matrikel eingetragen; es werden große Hoffnungen in Sabinus gesetzt, da die Universität ziemlich heruntergekommen ist; Sabinus lässt sich in der Junkerstraße 22 ein Haus bauen (im April 1945 verbrannt) |
| 1539 | S. wird Rektor der Universität Viadrina; seine Ehe läuft nicht gut, sein Schwiegervater Melanchthon denkt ernsthaft an Scheidung |
| 1541 | in Begleitung des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. Besuch des Reichstages in Regensburg; der Kaiser erhebt ihn in Anerkennung seines Talentes und Strebens in den Adelsstand, sein Wappen zeigt einen weißen Pegasus im blauen Schild; während Sabinus' Aufenthalt in Regensburg stirbt seine vierte Tochter Magdalena, sie liegt in der Marienkirche begraben |
| 1544 | Herzog Albrecht von Preußen beruft S. zum Gründungsrektor der Universität von Königsberg (heute Kaliningrad); sein Verhältnis zu seiner Frau Anna hat sich gebessert |
| 1547 | am 26. Februar stirbt seine Frau Anna |
| 1555 | zurück in Frankfurt (Oder) |
| 1557 | S. bekleidet neben seiner Professur auch das Amt eines kurfürstlichen Rates und ist oft in diplomatischem Auftrag unterwegs (Polen, Venedig, Trient, ...); er ist neu verheiratet; Sabinus' Töchter heiraten nach und nach: Anna den Sohn eines der engsten Freunde Melanchthons, Eusebius Menenius; Katharina den Nordhäuser Bürgermeister Michael Meienburg; Sabina den Frankfurter Professor Abdias Prätorius; über Martha ist nichts näheres bekannt |
| 1560 | er erkrankt in Italien an Fieber, wird mühsam mit einer Sänfte über die Alpen gebracht, langt endlich am 14. November in Frankfurt an, stirbt jedoch an den Folgen der Krankheit am 2. Dezember; er liegt unter dem Hauptaltar der Marienkirche begraben |