| 1817 | am 9. September wird Johann Gottfried Piefke als Sohn von Dorothea und Johann Piefke in Schwerin (Warthe) geboren. Bald darauf Übersiedlung nach Zielenzig, wo sein Vater als Organist und Stadtmusikus tätig ist. |
| 1835 | am 1. Mai beginnt Piefke seinen Militärdienst als Hoboist in der Militärkapelle des Leibgrenadier-Regimentes Nr. 8 in Frankfurt (Oder). |
| 1838 | am 1. September geht Piefke nach Berlin in die Hochschule für Musik. |
| 1843 | am 23. Juni beendet Piefke seine Ausbildung in Berlin und kehrt als Stabshoboist (Musikmeister) zu seinem Frankfurter Regiment zurück. Er wohnt Regierungsstraße 15. |
| 1852 | Teile des Leibgrenadier-Regiments Nr. 8 verlegt nach Berlin, Piefke ist dabei. |
| 1859 | am 23. Juni wird ihm der Titel "Königlicher Musikmeister" verliehen. |
| 1860 | im Mai kehrt Piefke nach Frankfurt zurück. Er wohnt Badergasse 4. |
| 1864 | während des deutsch-dänischen Krieges läßt er am 18. April bei Düppel von der Brustwehr herab mit einem Degen dirigierend zum Sturm blasen. Mut oder Leichtsinn? Jedenfalls wird dieser Vorfall zur Legende. |
| 1865 | am 20. März erhält Piefke den eigens für ihn geschaffenen Titel "Director der gesammten Musikchöre der III. Armeekorps". |
| 1866 | am 31. Juli findet am Ende des preußisch-österreichischen Krieges auf dem Marchfeld bei Gänserndorf etwas 20 km vor den Toren Wiens eine große Parade mit dem III., IV. und Teilen des II. Armeekorps vor König Wilhelm I. statt. Neben Gottfried Piefke dirigiert sein Bruder Rudolf (1835-1900) ein Musikkorps. Kenner unter den vor die Stadt geeilten Wienern rufen "Die Piefkes kommen!" Der Ruf pflanzt sich fort und wird zum Synonym für die 50.000 paradierenden Preußen. Bis heute nennt man in Österreich alle Deutschen nördlich des Mains "Piefkes" - wessen man sich nicht zu schämen braucht. |
| 1867 | Piefke zieht in die Richtstraße 16. |
| 1870 | im Herbst erkrankt Piefke während des deutsch-französischen Krieges bei der Belagerung von Metz schwer. |
| 1871 | erst Ende diesen Jahres hat sich Piefke wieder vollständig von seiner Erkrankung erholt. In der folgenden Friedenszeit widmet er sich wieder verstärkt der klassischen Musik. Er gibt in Frankfurt reichlich Konzerte, so im Schützengarten, im Victoriagarten, im Gesellschaftshaus und in Carthaus. |
| 1872 | Piefke zieht in die Collegienstraße 6. |
| 1884 | Gottfried Piefke stirbt am 25. Januar in Frankfurt (Oder). Er wird am 29. Januar auf dem Alten Friedhof (heute: Kleistpark) mit allen militärischen Ehren und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung bestattet.
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